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FAQ

Vermeide diesen Fehler, wenn du als Erwachsene*r Ballett anfangen willst!

Bild von Robin Higgins auf Pixabay

Hier möchte ich dich vor dem einen Fehler warnen, den ich als Ballettanfängerin begangen habe – sag es bitte weiter an andere angehende Balletttänzer*innen weiter!

Wie du vielleicht weißt, wenn du meinen Artikel „Über die Angst“ gelesen hast, bin ich gerade erst wieder ins Balletttraining eingestiegen, nachdem ich mir ein Schienbeinkantensyndrom zugezogen hatte und fast ein halbes Jahr nicht tanzen konnte.

Vor meiner Verletzung habe ich mich nach einer zusätzlichen Ballettstunde die Woche umgesehen und da mein bisheriges Studio dies nicht angeboten hat, habe ich eine Probestunde in einem großen Studio in meiner Stadt gemacht. Daraufhin habe ich eine Zehnerkarte gekauft – aber nach nur zwei eingelösten Ballettstunden war meine Verletzung so schlimm, dass ich nicht mehr tanzen konnte.

Und dann war Corona.

Also hatte ich noch 8 Ballettstunden übrig, die ich schon im Voraus bezahlt hatte. Jetzt, wo die Studios wieder geöffnet sind, habe ich angefangen, diese aufzubrauchen, und plötzlich:

ÜBERRASCHUNG!!!

Nach fast fünf Jahren Ballettunterricht habe ich festgestellt, dass ich kein Ballett kann!

Nein, ganz so dramatisch war es dann doch nicht. Aber ich habe gemerkt, wie viel Technik mir fehlt, als ich bei dieser sehr motivierten jungen Ballettlehrerin landete, die sehr sehr sehr viel zur Technik erklärte und entsprechend auch korrigierte.

Hüften? Nicht in einer Linie!

Schultern? Ebenso!

Tendus? Falsch gestreckt!

Steißbein? Hochgezogen!

Abstand zur Stange? Viel zu nah!

Plötzlich wurden bei mir Dinge korrigiert, die noch nie zuvor angemerkt wurden. Die Korrektur mit dem größten Effekt war die folgende: Beim demi-plié sollte man sich nicht einfach in Richtung des Bodens gleiten lassen. Denn es dient zum Ausbilden und Verbessern des Auswärts! Stattdessen soll man die Muskeln in den Oberschenkeln nutzen, um die Hüfte nach außen zu drehen. Mind blown!

Und jetzt zum Tipp:

Gehe nicht einfach in den Kurs, der am günstigsten oder am nächsten an deiner Wohnung oder deinem Haus ist. Ich habe den Fehler gemacht, einfach den Kurs an der Uni zu machen, der zum Teil so überfüllt war, dass man nicht mal mehr einen Platz an der Stange bekam. Außerdem war er anfänglich kostenlos und später mit nicht einmal 30 Euro pro Semester sehr günstig.

Wie ich in den letzten Wochen festgestellt habe, habe ich dadurch leider auch extrem wenig gelernt. Versteh‘ mich nicht falsch: Es hat Spaß gemacht und alles. Aber die Technik fehlt mir jetzt – ich tanze seit fünf Jahren Ballett, tanze aber, als wäre ich erst ein halbes Jahr dabei.

Und das frustriert mich. Das Ballett ist aktuell eines meiner größten Hobbys und ich will lernen. Aber nicht jedes Studio bietet die gleiche Unterrichtsqualität. Leider kann man an den Kosten nicht wirklich ablesen, wie gut die Lehrer*innen unterrichten. In dem Studio außerhalb der Uni, in dem ich seit Anfang 2019 tanze, zahle ich mehr für die Ballettstunde als in dem Studio, in dem ich 2020 angefangen habe. Aber die Qualität des Unterrichts ist im günstigeren Studio deutlich besser.

Und genau deshalb rate ich dir als Ballettanfänger*in oder Wiedereinsteiger*in: Gehe in so viele Studios wie möglich und schaue dir alles genau an, hier eine Checkliste:

Entscheide dich erst danach, um meinen Fehler zu vermeiden. Schreib mir gerne in die Kommentare, ob du diesen Artikel hilfreich fandest oder ob du das anders siehst.

Bild von Fabio Marciano auf Pixabay

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