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10 Ballettstücke, die du kennen musst!

Schwanensee

Wenn du irgendwen fragst, welches Ballett er/sie kennt, ist wahrscheinlich die erste Antwort:

„Das mit dem sterbenden Schwan!“

Und dann sind wir auch schon bei Schwanensee.

Kurze Synopsis: Prinz Siegfried und seine Freunde feiern seinen Geburtstag und gehen deshalb in den Wald auf Schwanenjagd. Er wird von seinen Freunden getrennt und sieht dort die Schwanenkönigin Odette. Odette und ihre Freunde verwandeln sich zurück in Schwäne, als der böse Zauberer Rothbart auftaucht. Danach sieht man eine Ballszene, in der Rothbart seine Tochter Odile als Odette ausgibt und Siegfried ihr die ewige Liebe schwört. Danach gibt Rothbart den Betrug zu und fordert die Umsetzung des Schwurs ein. Odette bleibt für immer ein Schwan.

Das wohl bekannteste Pas De Deux der Ballettgeschichte mit dem tödlichen 32 Fouettes:

Der Nussknacker

Von Feen, Schneeflocken und Zuckerstangen handelt das zweitbekannteste Ballett der Welt, der Nussknacker, ein getanztes Märchen.

Im Nussknacker geht es darum, dass Clara Stahlbaum zu Weihnachten eine mysteriöse Nussknackerfigur geschenkt bekommt, die sich in einen Prinzen verwandelt. Die beiden reisen durch verschiedene Fantasiewelten, unter anderem das „Schneeland“ und das „Land der Süßigkeiten“, wo sie die Zuckerfee treffen. Am Ende kommen sie wieder in Claras Zuhause an und sie wacht am nächsten Morgen in ihrer normalen Welt auf und fragt sich, ob sie alles nur geträumt hat.

Falls du nun verwirrt bist: In den deutschen Aufführungen wird der Hauptcharakter oft auch mit dem Namen Marie statt Clara erwähnt.

Hier findest du ein Video vom Walzer der Blumen, der – finde ich – die Stimmung im Nussknacker ziemlich gut abbildet.

Giselle

Wenn du mich fragst, welches Ballett am meisten Metal ist, ist die Antwort klar: Giselle.

Kurzer Inhalt: Giselle ist ein Dorfmädchen, das sich in Loys verliebt, der sich als Herzog Albrecht und verlobt herausstellt. Weil sie so traurig ist, tanzt sie sich selbst zu Tode. Dann wird sie von Myrtha, Königin der Wilis, begrüßt. Die Wilis fangen Männer ein und zwingen sie dazu, sich zu Tode zu tanzen. Die Wilis haben es auf Albrecht abgesehen, der Giselles Grab besuchen will. Doch Giselle beschützt ihn und die Wili verschwinden irgendwann und lassen ihn in Ruhe.

Und hier das Giselle-Solo aus dem ersten Akt, als sie noch lebt. Wer sich ein wenig auskennt, erkennt die extrem schweren „Giselle-Hüpfer“ auf einem Bein mit gebeugtem Knie.

Raymonda

Eine junge Frau, ein Verlobter und ein Verehrer, der sie unbedingt besitzen will – Raymonda klingt schon an diesem Punkt nach einer sehr emotionalen und dramatischen Geschichte…

Es geht um Raymonda, eine Frau, die gerade ihren Geburtstag feiert und darauf wartet, dass ihr Verlobter Jean de Brienne von den Kreuzzügen heimkommt. Auf ihrer Party versucht der Sarazenenlord Abdérâme sie zu bezirzen, aber sie lehnt ab. Im zweiten Akt ist Raymonda eingeschlagen und träumt von der Weißen Dame, die Familientraditionen beschützt. Diese transportiert sie zu Jean und sie tanzen miteinander. Dann verschwindet Jean und Abdérâme erscheint und gesteht ihr seine Liebe. Er versucht daraufhin mit Komplizen, Raymonda zu entführen. Dann kommt Jean zurück und tötet Abdérâme in einem Duell. Das Stück endet damit, dass alle Raymonda und Jeans Ehe feiern.

La Bayadere

Wer orientalische gestaltete Stücke gerne mag, dem wird La Bayadere auf jeden Fall gefallen.

In „La Bayadere“ geht es darum, dass der Kämpfer Solor sich in die Tempeltänzerin Nikiya verliebt, aber der Hohepriester des Tempels hat ebenfalls Interesse an ihr. Obwohl die beiden sich die ewige Liebe schwören, wird Solor mit Gamzatti, der Tochter des Hohepriesters, verlobt. Gamzatti ermordert Nikiya mithilfe einer in einem Korb versteckten giftigen Schlange. Während der Hochzeit von Gamzatti und Solor wird der Tempel zerstört, weil sie mit ihrem Mord den Zorn der Götter auf sich gezogen hat. Alle Anwesenden werden getötet und Solor und Nikiya sind im Himmel wiedervereint.

Und es könnte nicht anders sein: hier eine Szene mit der brillanten Svetlana Zakharova als Nikiya:

Coppélia

Dr. Coppélius, ein exzentrischer Erfinder, hat eine lebensechte Puppe erfunden und stellt sie in sein Schaufenster, wo sich der vorübergehende Franz in sie verliebt. Das gefällt seiner Verlobten Swanhilda gar nicht, die an den Schlüssel des Dr. Coppélius kommt und sich mit ihren Freundinnen in sein Haus schleicht. Dieser entdeckt sie allerdings und scheucht alle heraus – bis auf Swanhilda, die sich Coppélias Kleidung angezogen hat. Coppélius entdeckt nun draußen Franz und möchte seine Seele auf die Puppe übertragen, dafür setzt er ihn unter Drogen. Swanhilda lenkt ihn damit ab, dass sie so tut, als würde Coppélia zum Leben erwachen und beide flüchten. Am Ende heiraten Franz und Swanhilda.

Und hier mein persönlicher Favorit aus Coppélia, bei dem ich immer wieder absolut überrascht davon bin, wie synchron sich die Tänzergruppen bewegen:

Don Quixote

Du hast noch nicht genug von Liebe, Drama, Verwechslungen und…. Windmühlen? Dann solltest du dir eine Aufführung von Don Quixote ansehen.

In „Don Quixote“ geht es um den Hauptcharakter, der dem Stück seinen Namen gibt und seiner Suche nach seiner Traumfrau, Dulcinea. Auf einem Marktplatz trifft er auf Kitri, Tochter des Gastwirtes Lorenzo. Sie ist verliebt in den Barbier Basilio, erfährt aber, dass ihr Vater will, dass sie den adelige Gamache heiratet. Währenddessen glaubt Don Quixote, in Kitri seine Dulcinea gefunden zu haben. Kitri und Basilio fliehen in ein Lager des fahrenden Volks, wo der Hauptcharakter gegen eine Windmühle vermeintlich für seine Liebste kämpft. Kitris Vater zwingt sie derweil, die Avancen Gamaches zu akzeptieren und sie plant gemeinsam mit Basilio einen Trick, um ihn dazu zu bringen, zu ihrer Heirat zuzustimmen.

Und nun der wundervolle Carlos Acosta als Don Quixote und Marianela Nunez als Kitri im Finale des ersten Akts:

Dornröschen

Ich kenne zwar niemanden, der die Geschichte nicht kennt, aber hier nochmal eine kurze Zusammenfassung:

Bei der Taufe der Prinzessin Aurora erscheinen sechs gute Feen, die sie mit Gaben beschenken. Dann kommt die böse Fee Carabosse (auch Maleficent genannt) dazu und belegt sie mit einem Fluch: An ihrem 16. Geburtstag wird sie sich mit einer Spindel in den Finger stechen und sterben. Die Fliederfee mildert diesen Fluch ab und sie muss nur noch 100 Jahre schlafen und kann von dem Kuss eines Prinzen geweckt werden. Und genauso kommt es dann auch, an ihrem 16. Geburtstag taucht Carabosse als ältere Frau verkleidet auf, Aurora sticht sich an der Spindel und schläft 100 Jahre, wie auch der Hofstaat, bis der Prinz sie mit einem Kuss erweckt.

Firebird

Auch im Feuervogel geht es um Magie und Liebe. Prinz Ivan kommt in einen magischen Garten, wo er versucht, den Feuervogel zu fangen. Der Feuervogel bietet ihm gegen seine Freiheit eine Feder an, die Ivan erlaubt, ihn zu rufen, wenn er einen Beschützer braucht. Eine Gruppe verhexter Prinzessinnen erscheint und Ivan verliebt sich in Tsarevna, die ihn warnt, dass alle bisherigen Retter in Stein verwandelt wurden. Daraufhin erscheint der Hexer, der die Prinzessinnen verhext hat, zusammen mit dunklen Kreaturen. Ivan ruft den Feuervogel zur Hilfe, der die Kreaturen so lange tanzen lässt, bis sie einschlafen. Ivan zerstört die Seele des Hexers und befreit damit die Prinzessinnen, danach heiratet er Tsarevna.

Romeo & Julia

Auch von diesem Stück nur eine kurze Synopsis: Auf einem Maskenball treffen und verlieben sich Romeo und Julia. Doch da ihre Familien sich hassen, heiraten sie heimlich. Romeo tötet Julias Cousin Tybalt um den Tod seines Freundes Mercutio zu rächen und wir verbannt. Julia trinkt um einer erzwungenen Ehe zu entgehen ein Gift, dass sie tot aussehen lässt, Romeo findet sie so und bringt sich selbst um. Julia erwacht und sieht Romeos Leiche, daraufhin ersticht sie sich.

alle Zusammenfassungen stammen aus Durante, Viviana (2018): Ballet. The definitive illustrated story. Dorling Kindersley Limited, London.

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