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Alles zum Thema Spitzenschuhe!

Da sind sie… the one…. the only…. Spitzenschuhe.

Für Ballettlaien sehen sie wie Folterwerkzeuge aus und wenn man ihnen erst erzählt, dass man mithilfe der Dinger auf den Zehen tanzen kann, spätestens dann… kriegst du komische oder geschockte Blicke.

Aber für viele von uns Tänzer*innen ist das Tanzen auf Spitze ein absoluter Traum…
Und ganz ehrlich, wenn du dieses Bild siehst…

wirst du da nicht ein bisschen neidisch?

Und als erwachsene Tänzer*in denkst du dir vielleicht:

  • Ist das überhaupt eine Option für mich?
  • Kann man als Erwachsene*r überhaupt auf Spitze gehen?
  • Bin ich dafür nicht zu alt?

Ja

Ja

Und nein.

Kurz zur Anatomie eines Spitzenschuhs:

1 Der sogenannte shank, deine beste Unterstützung beim Tanzen

2 Die box, darauf stehst du

3 Die Satinbänder, deine Extrasicherung

4 Das Elastikband, hält deinen Fuß am Schuh und deinen Schuh am Fuß

5 Das Toepad, dein lebenswichtiger Zehenschutz

Das hier sind meine besten Freunde: Die toepads!

Ich habe welche aus Silikon, die bieten etwas mehr Schutz als zum Beispiel die aus Schafswolle und Stoff. Da muss aber jeder für sich herausfinden, was für ihn oder sie passt. Manche sagen, mit den dickeren Toepads haben sie nicht genug Kontrolle über den Spitzenschuh, für mich klappt es gut.

Oben siehst du das Satinband (Sansha ist die Marke). Eine Packung davon reicht für beide Spitzenschuhe.

Unten ist das Elastikband, ich benutze invisible elastic (unsichtbares Elastikband), deswegen ist das ein Webmuster mit kleinen Luftlöchern. Man kann auch normales Gummiband verwenden.

Da diese Bänder normalerweise nicht vom Hersteller angenäht werden, habe ich mir ein Stitch Kit besorgt. Unten zeige ich dir, was genau drin ist:

Zunächst ist darin ein recht dickes Garn, dessen Farbe genau zum Rosa der Spitzenschuhe passt, damit man Nähte nicht sieht…

Und dann: Bitte nicht erschrecken!
Es sind auch noch zwei sehr dicke Nadeln dabei, die du aber auch brauchst, um durch den festen Stoff des Spitzenschuhs zu kommen.

Anekdote: Ich hab es erst mit normalen Nähnadeln versucht, mir allerdings drei Stück abgebrochen und dann ein solches Nähkit besorgt

Um das blutende Herz gleich mal vorwegzunehmen:

Ja, nach einer gewissen Zeit sehen die Spitzenschuhe so aus. An der Stelle der Box, an der der Shank in den Satin übergeht, beginnt der Satin, zu reißen. Das liegt daran, dass du immer darüber hochrollst.
Und na ja, dreckig wird das ganze natürlich auch.

Das sind also seit ca. einem halben Jahr regelmäßig betanzte Spitzenschuhe.

Kleine Zusatzinfos

Du hast vielleicht gesehen, dass ich auf der Innensohle „L“ und „R“ stehen habe. Da Spitzenschuhe generell keinen linken oder rechten Schuh haben, sich der Schuh aber beim Tanzen an den jeweiligen Fuß anpasst, macht es Sinn, die Seiten zu markieren, um immer den richtigen Schuh am richtigen Fuß zu haben.

Hier habe ich dir jetzt nur die absoluten Basics gezeigt, es gibt noch so viel mehr zum Thema. Verschiedene Typen Satinbänder, Toe spacer, Hersteller und Sohlen, verschiedene Hacks, um die Schuhe bequemer zu machen oder am Fuß schöner aussehen zu lassen.

Wenn du noch mehr darüber wissen willst, dann kann ich dir den YouTube-Kanal ThePointeShop empfehlen. Josephine, Spitzenschuhfitterin aus Kalifornien, macht regelmäßig Videos über Fittings und was beim Aussuchen des Spitzenschuhs wichtig ist.

Und zu guter Letzt…
so sieht es aus, wenn man auf den Dingern steht

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