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Zu … fürs Ballett?

Inhaltsverzeichnis

Alt?

So etwas wie „zu alt fürs Ballett“ gibt es nicht…
Wenn du eine professionelle Karriere im Ballett anstrebst, gilt die Regel: Je früher, desto besser.
Viele der heutigen Primaballerinas beginnen schon mit ca. 3 oder 4 Jahren mit dem Ballett und entscheiden sich dann mit ca. 10 – 14 Jahren, ob sie in Vollzeit für den Tänzerberuf trainieren wollen.
Misty Copeland ist ein spezieller Fall, sie hat erst mit 13 mit dem Ballett angefangen und ist schon sehr kurz nach Beginn auf Spitze gegangen – allerdings war sie dann auch 10 Jahre lang nur im Corps de Ballet des American Ballet Theatre (ABT) bis sie 2015 zur Primaballerina befördert wurde.

Wenn du dich allerdings fürs Ballett als Hobby interessierst, gibt es keine Altersbegrenzung: Ob du 14, 34 oder 84 bist, ist grundsätzlich egal. Wenn du massive gesundheitliche Probleme in den Knien, Waden oder Sprunggelenken hast, dann würde ich es dir nicht unbedingt empfehlen, da genau diese Körperteile beim Ballett stark beansprucht werden.
Ansonsten – probier‘ es einfach.
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Dick?

Ganz oft liest man besonders in YouTube-Kommentaren unter Ballettvideos: Ich glaube, ich bin zu dick fürs Ballett; mit meinem Gewicht kann man kein Ballett tanzen… usw.

Fakt ist: Es hilft natürlich, wenn man mit dem Ballett anfängt und einigermaßen fit ist. Mit fit meine ich in diesem Fall, dass man 1-2 Mal die Woche Sport macht oder im Alltag zu Fuß geht, sodass man nicht gleich nach drei Treppenstufen außer Atem ist.

Aber auch diejenigen, die ihr Gewicht als zu viel empfinden, brauchen keine Angst davor zu haben, in eine Ballettstunde zu gehen. Klar, es gibt immer die paar sehr dünnen Mädels, bei denen das Trikot genau richtig sitzt und die meistens auch noch nervig gut sind.

Die meisten jedoch fallen nicht in diese Kategorie. Mit 1,66 Meter und 65 Kilo sehe ich nicht aus wie die klassische Ballerina, die üblicherweise mindestens 15 Kilo weniger wiegt. Aber trotzdem sieht mein Tanzen schön aus.
Wichtig ist vor allen Dingen, dass du in einem Erwachsenenballettkurs normalerweise das anziehen kannst, was du willst. Du musst dich also nicht in ein Trikot quetschen, wenn du dich darin dick oder unwohl fühlst.

Wer Ballett nicht beruflich machen will, muss sich auch keine Diät oder Fastenkur antun, (Über-) Gewicht kann manche Dinge schwieriger machen, ist aber kein Ausschlussgrund.
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Ungelenkig?

Du bist ungelenkig?
Ich kann dich beruhigen, selbst bald 5 Jahren kann ich mein Bein nicht bis zum Ohr heben. Die Tänzerin neben mir, dagegen, hat sich mit dem Bein zuletzt beim Grand Battement gegen die Nase getreten.
Manche von uns haben anatomisch mehr Glück, manche weniger. Wie hoch man sein Bein bekommt oder wie stark man den Rücken biegen kann, ist bei jedem Körper unterschiedlich und kann genetisch bedingt sein. Mein Rücken zum Beispiel biegt sich kaum, obwohl ich vor meiner Zeit im Ballett im Turnen war, dort dehnt man ihn auch regelmäßig.
Ich arbeite mich seit Jahren zu einem vollen Damenspagat und gerade letzte Woche hat sich der Abstand zum Boden wieder verkleinert.

Das ist jedoch keine Pflicht. In einem Ballettkurs für Erwachsene erwartet niemand, dass du den Spagat kannst und ein Auswärts von 180° hast. Das kann man – wenn man will – alles über die Jahre lernen.

Um Ballett zu tanzen, muss man nicht extrem gelenkig sein – es hilft natürlich. In meinem Kurs zum Beispiel können nur zwei Teilnehmerinnen einen Spagat. Seitspagat bzw. Männerspagat sogar nur eine.

Du bist also in den meisten Kursen für Erwachsene nicht alleine, wenn du nicht ganz so gelenkig bist.

Du hast es dir nochmal überlegt?
Hier findest du Ballettstudios in deiner Stadt, die Ballett für Erwachsene anbieten.

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